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Blutwerte und ihre Bedeutung

Blutbild


Leukozyten:
Weiße Blutkörperchen

Bei Windhunden sind diese durchschnittlich niedriger als bei anderen Rassen. Kann Verdacht auf Erlichien sein. Es gibt aber auch Windhunden die Erlichien haben und normale Plättchenanzahl. Die niedrige Zahl von weißen Blutkörperchen bei Greyhounds hat schon oft zu Knochenmarkspunktionen geführt, da irrtümlich der Verdacht auf eine Krebserkrankung vorlag.

ein hoher Wert bedeutet Leukozytose u.a. Bakterielle Infektionskrankheit, Lymphatische Leukämie, Vergiftungen (u.a. Blei, Thalium, Quecksilber)

ein niedriger Wert bedeutet Leukopenie u.a.Virale Infektionskrankheit, Septikämie / Endotoxämie

Eryrhrozyten:
Rote Blutkörper

Wichtiger Wert bei Verdacht auf Babesiose. Unbedingt in Verbindung mit Hämoglobin bewerten!

Hämoglobin:
Das Hämoglobin (Hb) oder der rote Blutfarbstoff ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und hat vor allem die Aufgabe, Sauerstoff in der Lunge zu binden und in die kleinen Blutgefäße zu transportieren. Auf dem Rückweg durch den Körper nimmt das Hämoglobin einen Teil des Stoffwechselproduktes Kohlendioxyd (CO2) mit zur Lunge. Von hier aus wird das Kohlendioxyd wieder abgegeben und ausgeatmet.

Hämoglobin (Hb) ist ein sehr großes Eiweißmolekül mit vielen tausend Atomen. Es besteht zu 94 Prozent aus Globin (Eiweiß) und zu sechs Prozent aus der Eisen(II)-haltigen Hämgruppe (Sauerstoffbindungsstelle). Jedes Hämoglobin-Molekül besitzt vier Hämgruppen. Normalerweise korreliert die Zahl der roten Blutkörperchen mit dem Hb-Wert. Die gesamte Häm-Menge eines Erwachsenen beträgt etwa 650 Gramm. Pro Tag werden etwa 57 Gramm produziert. Die Bildung des roten Blutfarbstoffes erfolgt in einer unreifen Vorstufe der roten Blutkörperchen.

Erhöhtes Hämoglobin ist Ausdruck von allzu stark vermehrten Erythrocyten!
Erniedrigtes Hämoglobin deutet auf eine Anämie hin.

Hämatokrit:
(Abkürzung: Hct, Hkt oder Hk), bezeichnet den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes und ist ein Maß für die Zähflüssigkeit des Blutes.

Ein hoher Hämatokrit-Wert spricht für einen hohen Erythrozyten-Anteil (Polyglobulie) oder einen Mangel an Flüssigkeit (siehe Dehydratation und Exsikkose).

Windhunde haben deutlich mehr rote Blutzellen als andere Arten. 30 -40 wäre zu wenig und unter 50 könnte Hinweis auf Erlichien sein.

Ein niedrieger Wert deutet auf Chronische Enttündungen und Tumore, tox. Schäden, KM-fistel, Leukämie, Panleukämie, Trichostrongiliden [Rd,Schf]) chron.Anämie (Sickerblutung) Vit-K-Mangel, Prothrombinmangel, Hämophilie, Thrombozytopenie hin.

Thrombozytenanzahl:
Blutplättchen

Die geringe Anzahl von weißen Blutkörperchen und Thombozyen im Vergleich zu anderen Rassen, kann beim Galgo Espanol zu Fehldiagnosen führen.

Thrombozyten sind kernlose, scheibenförmige Blutkörperchen mit einem Durchmesser von drei Mikrometern. Sie überleben im Blut etwa zehn Tage. Ungefähr ein Drittel der Blutplättchen befindet sich in der Milz. Gebildet werden die Thrombozyten im Knochenmark.

Thrombozyten sind wichtig für die Blutstillung und Blutgerinnung. Sie registrieren, dass die Gefäßwand verletzt ist, kleben aneinander und bilden einen Pfropf auf der Gefäßwandöffnung. Sie verhindern damit, dass Blut verloren geht und Keime in den Körper gelangen. Gleichzeitig setzen sie Stoffe frei, die die Blutgerinnung in Gang setzen, das so genannte intrinsische System.

Wenn die Blutplättchen nicht richtig funktionieren können, oder wenn es zu wenige im Blut gibt, kommt es zu einer verstärkten Blutungsneigung. Der verletzte Patient blutet in diesem Fall länger als üblich.

Differential-Blutbild

Eosinophile:
Eosinophile Granulozyten - kurz auch Eosinophile genannt - gehören zu den Leukozyten. Sie machen etwa 3 - 5% der Zellen im Differentialblutbild aus und sind an der zellulären Immunabwehr beteiligt.

Eosinophile spielen eine wichtige Rolle bei der Parasitenabwehr. Das vollzieht sich folgendermaßen: Sobald die Oberfläche des Parasiten mit IgE besetzt ist, können auch Eosinophile sich daran heften. Durch einen speziell angepassten Mechanismus geben sie ihre toxischen Proteine direkt auf die Oberfläche des Parasiten ab und schädigen diesen. Gleichzeitig dienen die exozytierten Proteine für andere Eosinophile als Lockstoffe, so dass die Abwehr verstärkt werden kann.

Lymphozyten:
Lymphozyten sind zelluläre Bestandteile des Blutes. Sie gehören zu den sog. ?weißen Blutkörperchen?.

Die Hauptaufgabe der Lymphozyten ist die Erkennung von Fremdstoffen -- wie zum Beispiel Bakterien und Viren -- und deren Entfernung mit immunologischen Methoden. .

Sie produzieren Botenstoffe (Zytokine), die andere Immunzellen und auch normale Zellen dazu bringen, potentielle Gefahren, wie Bakterien und Viren zu bekämpfen. Sie produzieren Antikörper, die diese ?Angreifer? als ?fremd? markieren, und sie zerstören infizierte Zellen.

ein hoher Wert bedeutet Lymphozytose u.a. Physiologisch (Training, Erregung etc.) Lymphatische Leukämie / Leukose, Chronische Entzündung, Infektionskrankheiten in der Heilphase

ein niedriger Wert bedeutet Lymphopenie u.a. Glukokortikoide, Akute Infektionskrankheiten, Vergiftungen und einer Reihe anderer Krankheitsbilder.

Monozyten:
Monozyten machen zwei bis acht Prozent der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Unter diesen stellen sie die größten dar. Außerdem sind sie unter den weißen Blutkörperchen am besten in der Lage, Bakterien und Gewebetrümmer unschädlich zu machen (zu phagozytieren, d.h. wörtlich zu "fressen").

Monozyten bleiben etwa 14 Tage im Blutkreislauf. Danach wandern sie in das umgebende Gewebe ein, wo sie größer werden und dann als Histiozyten oder Gewebemakrophagen bezeichnet werden. Sie sind vor allem in Lymphknoten, Lunge, Leber, Milz und Knochenmark zu finden. Gemeinsam mit den basophilen Granulozyten vermitteln und fördern sie allergische Reaktionen.

Monozyten werden im Differenzialblutbild bestimmt. Eine Erhöhung der Monozytenzahl findet sich regelmäßig auf dem Höhepunkt einer Infektion, der "monozytären Überwindungsphase". Das kann entweder die Wendung zur Heilung ankündigen, aber auch einen Rückfall bedeuten.

In welchen Fällen sind die Monozyten-Werte zu niedrig?

Eine alleinige Verminderung der Monozytenzahl ist nicht bekannt. Sie tritt auf bei genereller Verminderung der Leukozyten.

ein erhöhter Wert bedeutet Monozytose u.a. Physiologisch, Glukokortikoide, Chronische Infektionskrankheiten, Nekrose, Corticosteroid-Gaben, Streß, Immunopathien, hämolytische Anämie, exsudative Peritonitis oder Pleuritis, Verschiedene Antibiotika, Leishmaniase!

Eine Erhöhung der Monozytenzahl findet sich regelmäßig auf dem Höhepunkt einer Infektion, der "monozytären Überwindungsphase". Das kann entweder die Wendung zur Heilung ankündigen, aber auch einen Rückfall bedeuten.

Lymphozyten:
Lymphozyten sind zelluläre Bestandteile des Blutes. Sie gehören zu den sog. ?weißen Blutkörperchen?.

Die Hauptaufgabe der Lymphozyten ist die Erkennung von Fremdstoffen -- wie zum Beispiel Bakterien und Viren -- und deren Entfernung mit immunologischen Methoden. .

Sie produzieren Botenstoffe (Zytokine), die andere Immunzellen und auch normale Zellen dazu bringen, potentielle Gefahren, wie Bakterien und Viren zu bekämpfen. Sie produzieren Antikörper, die diese ?Angreifer? als ?fremd? markieren, und sie zerstören infizierte Zellen.

Niere

Gesamteinweiß im Serum:
Gesamteiweiß und Globulin
Das Gesamteiweiß bei den Windhunden ist niedriger als bei anderen Rassen. Werte zwischen 5.0 bis 7.0 sind normal. Der Anteil von Albumin am Gesamteiweiß ist genau so hoch, wie bei anderen Hunden, der Globulinanteil ist niedriger.

Leber

GPT (ALAT):
Glutamat-Pyruvat-Transminase:
ist ein Enzym, das vor allem im Zytoplasma von Leberzellen vorkommt. Es benötigt für seine Funktion das Coenzym Pyridoxalphosphat (Vitamin B6).

In der Labordiagnostik wird die Aktivität der ALAT aus Plasma oder Serum bestimmt, um abzuklären, ob eine Leber- oder Gallenwegserkrankung vorliegt.
Erhöhte ALAT-Werte deuten praktisch immer auf eine Lebererkrankung hin, bei der Leberzellen geschädigt wurden. Für die Interpretation sollten zusätzlich die anderen Leberwerte (Bilirubin, Alkalische Phosphatase, AST/GOT und GGT) bestimmt werden.

Bilirubin gesamt:
Das Bilirubin ist ein gelbes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, genauer gesagt des Häm-Anteils. Der Globin-Anteil wird zu Aminosäuren zerlegt und dem Synthesestoffwechsel wieder zur Verfügung gestellt.

Muskel/Knochen

CK:
Die Creatinkinase (CK) ist ein Leitenzym für die Diagnose von Schädigungen der Herz- und Skelettmuskulatur. Dabei kann von der Höhe des CK-Anstiegs auf die Größe der Schädigung geschlossen werden. Die Gesamt-CK im Blutserum ist die Summe von meist drei, selten vier Untertypen.

Schilddrüse

FT4:
T4 Thyroxin
Diese Werte (Greyhound) stammen aus einer Untersuchung der Universität in Florida.
Dort wurden die Thyroxinwerte von 221 Greyhounds miteinander verglichen. (97 Rennhunde, 99 Ex-Racer und 25 Zuchttieren) so daß eine Mischung aus Rennhunden und Exracern zu Grunde lag. Da der Thyroidspiegel bei Greyhounds eine sehr umfassende Sache ist, ist ein guter Anhaltspunkt ein T4 Wert, der ca. halb so hoch wie bei anderen Rassen ist.

Einweiß-Elektrophorese

Globulin allg.:
Eiweißkörper von kugeliger Molekülform. Ihr Anteil am Plasma beträgt etwa 40 Prozent. Nach ihrer elektrischen Ladung kann man grob Alpha ?, Beta? und Gamma? Globuline unterscheiden, die durch Elektrophorese getrennt werden können. Sie haben eine Fülle von Funktionen, wie den Transport von lipiden Hormonen, Enzymen sowie in den Gamma? Globulinen Antikörper Funktionen.

a-2-Globuline:

Bei chronischen entzündlichen Erkrankungen und manchen Malignitäten bleib das a1-Globulinniveau normal, doch die a2-Globulinwerte sind erhöht, und es kann möglicherweise ein diffuser Anstieg der Gamma-Globuline beobachtet werden.

B-1-Globuline:

B-2-Globuline:

vermindert: Erkrankung der Nierenkörperchen
erhöhrt: chron. Krankheiten und Plasmozytom